Vorhofohr-

verschluss

 

Der LAA Okkluder ist eine  Alternativ oder eine Ergänzung e zur dauerhaften Einnahme oraler Antikoagulanzien wie Apixaban/Eliquis. Aspirin alleine bietet keinen Schutz vor Schlaganfällen.  Der  LAA Okkluder kann mit einem minimal-invasivem Eingriff von der Leiste aus das Schlaganfallrisiko von Personen mit Vorhofflimmern wirksam reduzieren - wahrscheinlich in gleichem Ausmass wie die Einnahme blutverdünnender Medikamente. 

Die minimalinvasive Prozedur

Prof. Bergmann beschreibt in seinem Buch "Clinical Cases in LAA Occlusion..." wann und wie man einen LAA Okkluder implantieren sollte. Film zu einem Vorhofohrverschluss (hier klicken)

Schritt 1: Planung des Eingriffs

Schritt 2: Zugang linker Vorhof

Schritt 3: Sondierung des LAA, Auswahl Device

Schritt 4: Positionierung des LAA-Occluders

Schritt 5: Überprüfung Lage, Freisetzung

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So funktioniert der LAA Okkluder

 
Um die Funktionsweise von WATCHMAN FLX zu verstehen, sollten Sie den Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und Schlaganfall kennen.
Vorhofflimmern verlangsamt den Blutfluss im linken Vorhof und ganz besonders im linken Vorhofsohr, einer Art "Sackgasse" der linken Herzkammer. Aufgrund des hier besonders langsamen und turbulenten Blutflusses zusammen mit einem ausgeprägten Trabekelwerk entstehen über 95% der Thromben, die  einen Schlaganfall auslösen, aus dieser Struktur. Der LAA-Occluder dichtet diese Struktur komplett ab, jetzt können keine Blutgerinnsel mehr aus dem LAA in das Gehirn gelangen und dort einen Schlaganfall auslösen. 


Klinische Studien

Der LAA Okkluder ist das einzige System, das bei Patienten mit nicht-valvulärem VHF auf erwiesenermaßen sichere und effektive Weise das Schlaganfallrisiko sowie das mit der Einnahme oraler Antikoagulanzien assoziierte, langfristige Blutungsrisiko reduziert.

 

Weltweit wurden bei mehr als 100.000 Menschen und LAA Okkluder Eingriffe vorgenommen. Mit mehr als 10 Jahren Nachsorge in klinischen Studien konnte für WATCHMAN der Sicherheitsnachweis erbracht werden. Im November 2024 wurde die OPTION Studie veröffentlicht: 1600 Patienten nach Vorhofflimmer-ablation erhielten entweder eine NOAC Therapie oder den WATCHMAN FLX Occluder. Beide Patientengruppen hatten nach 3 Jahren in 1,3% einen - meist leichten - Schlaganfall erlitten; allerdings war bei Patienten mit LAA Verschluss ohne Blutverdünnung die Rate an Blutungen aus dem Darm, Haut und Blase hochsignifikant niedriger.

Aktueller Vortrag zum Thema von Prof. Bergmann, Dezember 2024